Am 24. Oktober 1995 wurde Mischa geboren.

Obwohl wir uns von dem Schock nie erholen werden, den wir durch Saschas Tod erlitten haben, so brauchte es doch einige Zeit bis wir an die Vergrößerung unserer Familie dachten.

 

Wir lebten noch in der 6, rue Daumier in Paris 16e, zogen aber kurz darauf in die Nähe des Place Victor-Hugo auf die rue Michel-Ange, ebenfalls in Paris 16e. Wie Samuel besuchte auch Mischa die Schule l`Assomption, rue Lubeck, Paris.

Nach dem Verkauf unseres Restaurants in Paris, zog Nathalie mit den Kindern nach Genf. Großmutter hatte dort eine 140 m² große Wohnung, die sie uns eine Zeit lang zur Verfügung stellte. Samuel hatte in der Zwischenzeit sein Abitur bestanden und studierte Ingenieurwissenschaften in Lausanne. Mischa besuchte die Schule weiter in St. Julien/Frankreich. Nathalie wollte nicht, dass Mischa das Schulsystem wechselte und ließ ihn daher weiter in Frankreich seine Schulausbildung fortsetzen. Dort absolvierter er auch sein Bacalaureat (französisches Abitur).

MischaChElyMischa war überdies sehr sportlich. Nathalie hatte unsere Kinder von früh auf zum Schwimmtraining eingeschrieben. Sowohl in Frankreich als auch in der Schweiz wurde hart trainiert und Wettkämpfe ausgetragen. In Paris warb er sogar für die Olympischen Spiele 2012. Man hatte ein Schwimmbecken auf der Champs Elysée aufgebaut, in dem sich die jungen französichen Sportler präsentierten. Auch Mischa war von der Partie und wurde in der Zeitung "Le Parisien" vom 6. Juni 2005 erwähnt. Mischa wuchs zu einem kräftigen Jungen heran und brachte es zu hervorragenden Leistungen. Er schaffte 100 m Kraulschwimmen in 50 Sekunden. 

Mischa ist vom Charakter her sehr extrovertiert, ein fröhlicher Junge, macht sich leicht Freunde und liebt das Leben in vollenMischa2012 Zügen. Zu meiner Sorge war er auch leicht empfänglich für alle negativen Einflüsse. Er versaute sein Mischa Nov 2013Jura-Studium. Der negative Einfluss durch seine Umwelt hatte seine Wirkung nicht verfehlt. Man hatte ihm eingeredet, das Jura-Studium sei etwas für ihn. So wie ich meinen Sohn aber kenne würde das mit Sicherheit daneben gehen. So war es dann auch. Mischa war sehr frustriert und hatte alle Schwierigkeit sich neu zu organisieren.

Ich selber hatte mich in Deutschland wieder angesiedelt und versuchte nach meiner Pleite im Jahre 2007 in Gelsenkirchen meine Existenz wieder neu aufzubauen. Ich trieb das Geld für Mischa zusammen und er belegte ein Studium für Wirtschaftswissenschaften in Paris. Dort hatten sich alle meine Kinder wieder etabliert und das Haus meiner verstorbenen Schwiegermutter bezogen. Mischa lag das Studium und er brachte gute Resultate. Auch sein Umfeld hatte sich verbessert und ich war froh, dass die Dinge wieder ihren positiven Verlauf nahmen.