Wer geglaubt hat, mich kaputt zu kriegen hatte sich getäuscht. Wer nicht in der Lage ist, Schicksalsschläge einzustecken, ist ein Weichling. Er landet dann im Krankenhaus und wird wegen seiner Depressionen behandelt.

Ich verließ Gelsenkirchen. Es war ohnehin nicht die Stadt meiner Träume. Wieder landete ich in Düsseldorf, suchte mir eine kleine Wohnung und hielt nach neuen Möglichkeiten Ausschau wieder Geld zu verdienen. Ich war fest entschlossen im Immobiliengeschäft wieder Fuß zu fassen. Dafür hatte ich immerhin eine Lizenz, die es mir ermöglichte meine Maklertätigkeit wieder aufzunehmen.

Ich startete bei einem Versteigerer in Wuppertal. Brachte eine erste Immobilie unter den Hammer. Doch war dies eine wenig glückliche Erfahrung, denn ich musste feststellen, dass sich nur Schrottimmobilien für dieses Geschäft eigneten. Mein Geschmack tendierte eher nach Anlageimmobilien und Luxushäuser. Also sattelte ich kurzerhand um akquirierte meine eigenen Immobilien und zeitigte nach geraumer Zeit wieder Erfolg. Df Hoffeld77leicht

Meine Söhne waren in der Zwischenzeit von Genf nach Paris umgezogen. Samuel und Mischa hatten sich in Paris auf der Universität eingeschrieben. Mischa hatte sein rechtswissenschaftliches Studium aufgegeben und begann Wirtschaftswissenschaften zu studieren. Samuel fürhrte sein Ingenieurstudium fort. Vladimir hatte mit 17 Jahren sein Abitur (Bacalauareat) absolviert und besuchte die Vorbereitungskurse - wie es in Frankreich üblich ist - für die Aunahme an der Universität.

Aus meinen Kindern sind junge Herren geworden. Es sind wahre Franzosen und genießen es in Paris zu leben.20150926 131240Plinges

 

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Samuel weist eine besondere geistige Kapazität auf, was in andererseits sehr empfindlich macht. Wie Messungen ergaben ist sein Gedächtnis überdurchnittlich ausgeprägt. Schon als er noch klein war fiel mir auf, dass er ganze Geschichtstexte rezitieren konnte. Dementsprechend sind auch seine Noten, die auf der ganzen Lienie hervorragend sind. Anderseits lebt Samuel außerhalb der Realität und zeitigt manchmal sehr autistishe Züge. Das errinnert mich sehr an mich selber. Man hatte mir früher Weltfremdheit oder auch Eigenartigkeit, um nicht zu sagen Verrücktheit, vorgeworfen. Wir sind aber wie wir sind und scheren uns wenig um die herkömmlichen Normen.

 

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Mischa hingegen ist sehr erdverbunden und extrovertiert. Kontaktaufnahmen fallen ihm leicht. Für Komplikationen hat er wenig Sinn. Sein Charakter tendiert zum Lebemann. Vergnügen und Feiern können nicht genug stattfinden. Sein Umgang in der Schweiz ließ ihn kräftig am Konsum von Cannabis teilnehmen. Es gelang mir jedoch ihm diese Basis zu entziehen, indem ich ihn nach Paris exilierte. Zum Glück nimmt er hier sein Studium ernst, für das ich kräftig zur Kasse geboten werde.

 

Vladi 2015

 

Nicht zu vergessen bleibt Vladimir. Es ist der "Einstein" in unserer Familie. Schon als Kind schrieb er angesichts einer imensen Einfaltskraft ein Buch. Vladimir ist sehr eigenständig und gefällt insbesondere der Damenwelt. Die weitere Entwicklung ist vielversprechend und es bleibt abzuwarten worauf sie hinausläuft.

Während meine Söhne nun in Paris leben und ich in Düsseldorf arbeite, ist Nathalie dabei ihre Zelte in Genf abzureißen. Da sie sich dort eine Existenz aufgebaut hat, dauert das einige Zeit. Anschließend geht es darum sich wieder neu zu orientieren. Es wäre nicht das erste Mal.

Es bleibt festzuhalten, dass unser Leben aus einem ewigen Bewegungsfluß besteht. Ewig laufen wir unseren Ideen hinterher, um sie zu verwirklichen. Vielleicht sind wir wirklich verrückt. Das sollte uns aber nicht stören. "On s´en fou."

nathalie und ich Leicht