DIE ZEIT DANACH

24. Dez. 2016

 

Mittlerweile ist viel Wasser durch den Rhein geflossen. Wie Rainer E. Plinge schon argwöhnte, angesichts des Gehabens von Christian Rach, sollte dieser Fernsehkoch mit seinen Shows nicht dauerhaft überleben. So kam es denn auch.

Nach all den Jahren kann man Bilanz machen, um festzustellen, dass dieser Schaumschläger mehr als die Hälfte der besuchten Restaurants in die Insolvenz getrieben hat. Darunter auch das „Alte Kloster“ in Gelsenkirchen.

Die fachlichen Kenntnisse des sog. Restauranttesters, der sich gern als Berater ausgibt, sind zu limitiert. Selber produziert er kein einziges Gericht. Eher begnügt er sich, andere zu kritisieren. Das ist einfacher.

Seine Beratung besteht also nicht im Erzeugen einer neuen Karte und Ausrichten der vorgefundenen Gastronomie auf die vorhandene und potentiell mögliche Kundschaft. Im Gegenteil: Rach hat von Marketing nicht die geringste Ahnung. Seine Korrekturen in den besuchten Restaurants bestehen lediglich im Putzen. Damit soll ein Wohlfühleffekt erreicht werden. Dreck zu finden und den Gastronomen zu demütigen ist einfach, um alsdann als großer Gastronom darzustehen.

Mit Grauen denke ich an Christian Rach zurück, als er mit seinem jungen und hörigen Fernsehteam im „Alten Kloster“ für RTL drehte. Es wurde eine Show abgezogen, um Inhaber und Belegschaft wie Idioten dastehen lassen. In der nachfolgenden Sendung am Fernsehen waren Szenen verstellt und herausgeschnitten. Eine Authentizität war nicht gegeben.

Ausserdem wurde in der Presse um am Fernsehen damit geworben, dass es sich bei Rach um einen Sternekoch handelt. Der Stern ist längst verflogen. Wer nicht kochen kann, hat Schwierigkeiten seine Auszeichnung zu behalten. Große Köche wie Alain Ducasse oder Paul Bocuse beweisen sich immer wieder und lassen sich ihre Sterne nicht nehmen, auch wenn sie an das Restaurant verliehen werden.

Nachhaltigkeit sieht anders aus.

Folglicherweise ließen die Einschaltquoten beim Fernsehen nach. Für Gelsenkirchen beliefen sie sich noch auf 6,5 Mio um sich im Nachhinein auf 2,5 Mio. zu reduzieren. Fernsehsender leben nun mal von Einschaltquoten. Wenn die Leistung nicht erbracht wird, wird die Spreu vom Weizen schnell gesondert. So musste auch Rach das Weite suchen, wenngleich dem dummen Publikum suggeriert wurde, dass Rach die Initiative ergriffen habe.

Auch sein Restaurant das „Tafelhaus“ musste er nach der Mieterhöhung räumen. Es ließ sich nicht mehr aus den Einkünften am Fernsehen hochhalten. Negative Kritik an der Küche Rach s konnte man außerdem schon damals in Fachzeitschriften finden. Auch seine ideale Formel mit der Einstellung von Häftlingen scheiterte erbärmlich.

Zum Glück fand Rach im Hambuger Hotel REICHSHOF Zuflucht. Der REICHSHOF hat 237 Zimmer und bietet reichlich Gelegenheit eine große Anzahl von Frühstücken zuzubereiten. Bei aller Kritik. Das traue ich Chritian Rach zu!

 

Es grüßt mit höchster Verachtung

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Rainer E. Plinge